buntes header6

Fortbildung für Fachkräfte und Multiplikator_innen in der Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit, sowie in der politischen Bildungs- und Erwachsenenarbeit, Lehrer_innen und Interessierte (eintägige Veranstaltung am 21.9. bereits ausgebucht und 22.9.2018)

 

Obwohl Rassismus in allen Bereichen der deutschen Gesellschaft wirkt, ist es nicht leicht, über ihn zu sprechen. Keiner möchte rassistisch sein, und viele Menschen scheuen sich vor dem Begriff. Während Rassist_innen mit bewusst rassistischer Motivation agieren, sind wir alle von einer “rassistischen Sozialisierung”, also einem verinnerlichten, oft unbewussten und systemischen Rassismus betroffen. Das Sprechen über Rassismus und unsere eigene Verstrickung in diesem System ist ein erster wichtiger Schritt, um Rassismus selbst zu bekämpfen

 

Immer mehr wächst in der Gesellschaft der Wunsch und der Bedarf nach einer Auseinandersetzung über eben diese - rassistische Sozialisierung. Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Institutionen und auch Individuen stellen fest, dass rassistische Sozialisierung dazu führt, dass Menschen ausgeschlossen werden, Zugang zu Ressourcen verweigert werden, Benachteiligungen und Verletzungen entstehen und Konflikte aufkommen.

 

Dies betrifft auch Schule und außerschulische Jugend- und Bildungsarbeit. Daher möchten wir mit diesem Fortbildungsangebot Fachkräften und Multiplikator_innen aber auch engagierten Interessierten eine Einführung in rassismuskritisches Denken anbieten.

Als Referent_innen konnten wir Tupoka Ogette und Stephen Lawson gewinnen, die als Expert_innen für Vielfalt und Antidiskriminierung viel Erfahrung mit Workshops im Themenfeld haben. Sie arbeiten mit einem praxisorientierten, interaktiven und wertschätzenden Ansatz, der zum Ziel hat, Menschen zu sensibilisieren und sie im Anschluss auch zu befähigen, handlungsorientiert und praxisnah eine rassismuskritische Perspektive sowohl in ihrem privaten als auch in ihrem Arbeitsumfeld, in ihrer Organisation, ihren Strukturen zu integrieren. Ihre Expertise haben die Referent_innen in der Auseinandersetzung zum Thema Rassismus in über 500 Workshops, Beratungen, Tagungen und Vorträgen mit insgesamt über 10.000 Menschen erlangt. Tupoka Ogette hat ebenfalls das Buch „exit Racism“ veröffentlicht. Weitere Informationen zu den Referent_innen finden Sie unter https://www.tupokaogette.de/

 

Wir bieten die eintägige Fortbildung am 21.09. (bereits ausgebucht!) und noch einmal am 22.09.2018 jeweils von 9.00 – 16.00 Uhr im Café des Bürgerhauses Trier-Nord an. Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro.

 

Veranstalter: Für ein buntes Trier – gemeinsam gegen Rechts e.V. in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Frieden und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Rheinland-Pfalz

 

Anmeldung per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Az-Nr. für Lehrpersonal:

- Freitag: Az.: 18ST031201

- Samstag: Az.: 18ST031202

 

Das Projekt „exit racism – rassismuskritisch denken lernen“ wird im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie gefördert, die Teil des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist.

 

BMFSFJ DL mitFoerderzusatz RZ neulogo trier

Aktuelles

Kundgebung gegen die NPD - Rassimus und Anitsemitismus bekämpfen

Eine Kundgebung am 80.ten Jahrestag der Progromnacht stellt eine Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus dar und ist blanker Antisemitismus.
Deshalb rufen wir zur Gegen-Kundgebung am 9. November, um 17 Uhr am Simeonstiftplatz auf.
Wir fordern unbedingt dazu auf, sich vorher ab 16 Uhr dem Mahngang gegen Antisemitismus und Rassismus anzuschließen, um ein Zeichen für Toleranz, Frieden und gegen Rassismus und Antisemitismus zu setzen.

Vortrag Antisemitismus heute - Bestandsaufnahme und Gegenstrategien

In Schmierereien, Pöbeleien und Übergriffen, Schändungen jüdischer Friedhöfe und Angriffen auf Synagogen zeigt sich auch heute Judenhass. Studien belgene eine tiefe Verankerung antisemitischer Ressentiments auch in der Mitte der deutschen Bevölkerung. In der Veranstaltung wird der aktuelle Antisemitismus und seine Rolle in den verschiedenen politischen Milieus, insbesondere in rechtspopulistischen Kreisen, beleuchtet. Abschließend werden Handlungsmöglichkeiten gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wie Antisemitismus vorgestellt.
Referenten: Florian Eisenheuer (Antonio-Amadeu-Stiftung Berlin und Dieter Burgard (Antisemitismusbeauftragter RLP)

Veranstalter: AG Frieden Trier, VHS und Für ein Buntes Trier - gemeinsam gegen Rechts
Diese Veranstaltung wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben" des Bundesfamilienministeriums.

Vortrag zu Antisemitismus im RechtsRock am 29. August 2018 in der VHS Trier

Unter dem Titel „Weltbürgertum statt Vaterland: Antisemitismus im RechtsRock“ stellt der
Buchautor Timo Büchner am 29. August 2018 um 19.00 Uhr in der VHS Trier sein gleichnamiges
Buch im Rahmen eines Vortrags vor. Anhand einer Vielzahl von Liedtexten zeigt
Büchner, wie antisemitische Bilder und Stereotype in den Liedtexten des RechtsRocks
verschlüsselt werden. Die Veranstaltung ist Teil einer Lesereihe, die der neuernannte
Beauftragte für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen in Rheinland-Pfalz, Dieter Burgard,
gemeinsam mit dem Autor Timo Büchner veranstaltet. Der Eintritt zur Veranstaltung
ist frei.

Weiterlesen ...